Über Dieterich Buxtehude

> Home
> Aktuelles
> Über Buxtehude
> Die Gesellschaft
> Beitritt zur IDBG
> Veranstaltungen
> Shop
> Downloads
> Kontakt

Leben und Schaffen Dieterich Buxtehudes sind gut erschlossen. Dennoch gibt es über seine Kindheit und Jugend nur ein lückenhaftes Bild, außerdem sind viele seiner Kompositionen nicht mehr erhalten bzw. verschollen. Dennoch listet das Buxtehude-Werkverzeichnis rund 220 Werke, vom kleinen Orgelstück bis zum für damalige Verhältnisse “symphonisch” besetzten Oratorium. Nachfolgend sind die wichtigsten Quellen für Informationen und Musik genannt:
 

Gesamtdarstellungen von Leben und Werk Buxtehudes

Eine kurze biographische Übersicht weiter unten auf dieser Seite...
  Übersicht öffnen>>

...sowie im Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia, wo sich weitere Verweise finden::
  öffnen>>

Alternativ gibt es einen Artikel auf kathpedia:
Artikel öffnen>>

Als gedrucktes Medium ist das Buch “Dieterich Buxtehude - Organist in Lübeck”, verfasst von unserem Kuratoriumsmitglied Prof. Kerala J. Snyder, und erschienen im Bärenreiter-Verlag, seit 1987 das Standardwerk.
Die mit Unterstützung der IDBG herausgegebene deutsche Ausgabe aus dem Jahr 2007 ist zugleich eine aktualisierte Ergänzung der Originalausgabe.
  Link zum Bärenreiter-Verlag>>


Schriften über Dieterich Buxtehude und seine Musik:

Eine Buxtehude-Bibliographie gibt es in gedruckter Form als den im Jahr 1989 zuletzt aktualisierten umfassenden Überblick von Hermann Wettstein in seinem Buch “Dietrich Buxtehude (1637-1707). Eine Bibliographie zu seinem Leben und Werk. Mit einem Anhang über Nicolaus Bruhns (= Schriften der Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 2). Freiburg i. Br.”. Das gedruckte Original ist als Reprint oder e-book im Verlag De Gruyter erhältlich.
  Link zum Verlag De Gruyter>>
Diese Bibliographie wurde im Jahr 2010 von Sylvia Budde-Manhart aktualisiert. Diese Version ist hier auf unserer Website abrufbar.
  PDF öffnen>>


Verzeichnis der Kompositionen Buxtehudes:

Das 1974 bei Breitkopf erschienene und 1985 aktualisierte Buxtehude-Werkeverzeichnis (BuxWV) von Georg Karstädt ist auch heute noch eine wichtige Hilfe für die Arbeit mit der Musik, da es von allen Stücken die Anfänge notiert und bei Vokalkompositionen die Textquellen nennt.
  Link zur Edition Breitkopf>>

Eine 2010 aktualisierte Fassung, die auf diese Incipits und Textquellenangaben verzichtet, aber auch die neu hinzugekommenen Ausgaben der Werke erwähnt, wurde ebenfalls von Sylvia Budde-Manhart erstellt und findet sich auf unserer Website zum Download.
  PDF öffnen>>


Noten und Aufführungsmaterial mit Buxtehudes Musik:

Hier ist auf die übliche Trennung in wissenschaftliche Gesamtausgaben und Einzelausgaben bzw. Sammlungen für den praktischen Gebrauch hinzuweisen. Die Gesamtausgabe wurde 1935 im Ugrino-Verlag mit den Bänden I bis VIII begonnen. Diese Bände sind nur an einigen Universitätsbibliotheken vorhanden. Als Faksimiles waren sie eine Zeit lang in der Broude Edition wieder erhältlich.
Ebenfalls bei Broude erscheint seit 1987 die Fortsetzung der Gesamtausgabe. Zur Verfügbarkeit gibt es Informationen im Broude-Katalog, zuletzt aktualisiert 2011 (dort auf Seite 15)
  Broude-Katalog öffnen>>

Praktische Ausgaben existieren für einen Großteil des Repertoires. Bisher nicht in Einzelausgaben erhältliche Werke sowie frei zugängliche Abschriften verlegter Werke sind inzwischen auch im Internet erhältlich, teilweise auch auf unserer Website. Vor 2010 erschienen gedruckte Ausgaben nennt das aktualisierte Buxtehude-Werkeverzeichnis (siehe oben).

Unsere Website bietet ein Notenarchiv mit dem Notenmaterial der Buxtehude-Gesamteinspielung von Ton Koopman und dem Amsterdam Baroque Orchestra and Choir, außerdem mit der Abendmusik “Das jüngste Gericht” in Notenmaterial von Roland Wilson. Beides findet sich in unserem Download-Bereich.
Bitte beachten Sie, dass das Koopman-Material für jede Kantate nur einzelne Instrumentalstimmen zur Verfügung stellt! Chorpartituren, Vokalsolostimmen sowie den Generalbass erfordern zusätzlich die oben erwähnte Gesamtausgabe.
Ein Angebot mit vollständigen Aufführungsmaterialien ist in Vorbereitung, verfolgen Sie dafür Aktualisierungen dieser Website.
Zum IDBG-Downloadbereich>>

Die online-Portale CPDL (Vokalmusik) und IMSLP (Instrumentalmusik) stellen ebenfalls Notenmaterial zur Verfügung.
Link zur CPDL>>
Link zum IMSLP>>

Die Buxtehude Group auf Yahoo bietet ihren Mitgliedern ebenfalls einige Notendateien.
Link zur Yahoo Buxtehude Group>>

nach oben>>

 

 

Kurze Übersicht über das Leben Buxtehudes

Im 17. Jahrhundert war die Musikkultur im Ostseeraum durch die Verbindungen der Hansestädte geprägt. So gab es im Raum zwischen Hamburg und St. Petersburg einen regen Austausch von Musik und Musikern, wobei unter den deutschen Hansestädten insbesondere Hamburg als Zentrum wirkte.
In dieser Kultur wuchs der junge Buxtehude auf, um für die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts der führende Meister dieses Kulturkreises zu werden und auch für eine gewisse Zeit Lübeck zu einem Hamburg ebenbürtigen Zentrum zu machen, das besonders in dieser Zeit einen großen und berühmten Schülerkreis versammelte. Die bekannteste Persönlichkeit, die sich nach Lübeck begab, um an Buxtehudes Kirchenmusikpraxis zu lernen, war der junge Johann Sebastian Bach im Winter 1705/1706.
Nachfolgend tabellarische Daten:
 

 

1637 (?)

geboren als Sohn von Johann Buxtehude (1602-1674), möglicherweise in Helsingborg (S), wo der Vater Johann Buxtehude bis 1641 (möglicherweise schon seit 1633) Organist an der Marienkirche war.

 

1641

Johann Buxtehude wird Organist an St. Olai in Helsingør (DK), Übersiedlung der Familie nach Helsingør

 

1658

Dieterich Buxtehude übernimmt die Organistenstelle in St. Marien Helsingborg, an der sein Vater bis 1641 tätig war

 

1660

Dieterich Buxtehude wird Organist an St. Marien in Helsingør

 

1666

Ein Besuch Dieterich Buxtehudes in Kopenhagen ist nachweisbar

 

 

1667

Franz Tunder, Organist der Lübecker Marienkirche seit 1641, stirbt am 5. November

 

1668

Dieterich Buxtehude bewirbt sich um die Nachfolge Tunders. Am 16. März wird Johan Radeck als Buxtehudes Nachfolger an St. Marien in Helsingør bestimmt. Am 11. April wird Buxtehudes Wahl zum Organisten und Werkmeister in Lübeck bestätigt.
Am 23. Juli erhält er das Lübecker Bürgerrecht.
Am 3. August heiratet er Tunders Tochter Anna Margareta

 

1669

Buxtehude läßt im Hauptschiff der Marienkirche neue Seitenemporen errichten, um mehr Musiker unterzubringen

 

 

1674

Der Vater Johann Buxtehude stirbt. Dieterich Buxtehude gibt die Komposition “Mit Fried und Freud ich fahr dahin” in Druck.
In Hamburg entsteht das Gemälde “Häusliche Musikszene” des Johannes Voorhout, das einzige vermutete Bildnis Buxtehudes

 

1678

Abendmusik “Die Hochzeit des Lammes”

 

 

1679

Erwähnung einer Abendmusik mit rund vierzig Mitwirkenden

 

 

1680

Passionsmusik “Membra Jesu Nostri”

 

 

1681

Nicolaus Bruhns wird Schüler Buxtehudes

 

 

1682

Abendmusik “Das jüngste Gericht”

 

 

1684

Georg Dieterich Leiding wird Schüler Buxtehudes

 

 

1687

Buxtehude reist zur Abnahme der Arp-Schnitger-Orgel in der Hamburger Nikolai-Kirche

 

 

1688

Abendmusik über das Gleichnis vom verlorenen Sohn

 

 

1694

Veröffentlichung der Triosonaten Op. 1

 

 

1696

Veröffentlichung der Triosonaten Op. 2

 

 

1697

Musik zur Einweihung des Fredenhagen-Altars

 

 

1699

Johann Pachelbel widmet Buxtehude seine Sammlung “Hexachordon Apollinis”

 

 

1700

Gemischte Programme in den fünf Abendmusiken

 

 

1703

Georg Friedrich Händel und Johann Mattheson besuchen am 17. August von Hamburg aus Buxtehude

 

 

1704

Erweiterung der Marienorgel durch Otto Hinrich Richborn

 

 

1705

“Extraordinäre” Abendmusiken “Castrum Doloris” (zum Tode Leopolds I.) und “Templum Honoris” (zur Krönung Josephs I.)

 

 

1705/06

Johann Sebastian Bach besucht zwischen November 1705 und Februar 1706 von Arnstadt aus Buxtehude in Lübeck. Dabei erlebt er die erwähnten “extraordinären” Abendmusiken mit.

 

1707

Dieterich Buxtehude stirbt am 9. Mai und wird eine Woche später in der Marienkirche beerdigt. Sein Schüler Johann Christian Schieferdecker folgt ihm im Amte nach.

 

last updated
05 Februar, 2016

 


nach oben>