Buxtehude-Tage Lübeck 2014, 8. bis 10. Mai

 

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In diesem Jahr rücken zwei Themen in den Mittelpunkt der Buxtehude-Tage. Zum einen feiern wir den 400. Geburtstag von Franz Tunder. Zum anderen stehen die derzeitigen Orgeln der Marienkirche im Fokus eines Internationalen Symposiums.

Franz Tunder, Gründer der Lübecker Abendmusiken, hinterließ ein fantastisches Oeuvre an Geistlichen Konzerten, Kantaten und Orgelwerken. Ein Teil dieses Werkes wird im Eröffnungskonzert erklingen: Die Capella St. Marien musiziert mit renommierten Sängern und Instrumentalisten auf historischen Instrumenten in der Marienkirche. Das Konzert wird abgerundet mit Werken von Petrus Hasse (Amtsvorgänger Tunders) und Musik von Dieterich Buxtehude (Amtsnachfolger Buxtehudes). Das Konzert wird live im Internet übertragen.

Tunders Musik erklingt ebenfalls im Mittagskonzert in St. Aegidien. Dann in Bearbeitung für Blechblasinstrumente, dargeboten durch Musiker des NDR-Sinfonieorchesters und des Gewandhausorchesters Leipzig. Für dieses Konzert werden neue Arrangements der Orgelwerke angefertigt.

Wie klang die historische Totentanz-Orgel in der Totentanzkapelle? Um der Antwort darauf  näher zu kommen, wurde ein Audio-Projekt entwickelt, dass es ermöglichen soll, den Klang des noch erhaltenen Schwester-Instrumentes, der nahezu baugleichen Stellwagen-Orgel in St. Jakobi, in St. Marien erklingen zu lassen. Mit Hilfe einer aufwendigen Mehrkanal Auf- und Wiedergabe wird ein präzises klangliches Abbild der Orgel in St. Marien entstehen. Diese Klanginstallation ist als ein Höhepunkt der Buxtehude-Tage in drei Konzerten zu erleben und stellt zugleich ein wichtiges Referenz-Projekt für das im Rahmen der Buxtehude-Tage stattfindende Symposium “Musikstadt Lübeck – Internationales Symposium zur Zukunft der Orgeln an St. Marien” dar. Hierfür wurden renommierte Musikwissenschaftler, Orgelbauer, Organisten und Denkmalpfleger aus Europa und den USA eingeladen. Thema ist die notwendig gewordene Neugestaltung der Orgeln in St. Marien. Für das Symposium hat Bürgermeister Bernd Saxe die Schirmherrschaft übernommen.

Einige der für das Symposium geladenen Organisten werden im Eröffnungskonzert am 8. Mai und im Abschlusskonzert am 10. Mai in St. Marien musizieren.

Die Musik Dieterich Buxtehudes wird besonders am 9. Mai, seinem 307. Todestag, um 20 Uhr mit einem Abendkonzert bedacht. Es findet am Buxtehude-Grab in der Marienkirche statt. Auf dem Programm stehen vor allem Werke seiner Kammermusiken für Cembalo, Violine und Gambe.

Das Musikspektrum der Buxtehude-Tage wird erweitert durch romantische und zeitgenössische Chormusik, vorgetragen durch den Kieler Madrigalkreis und den Kammerchor der Musikhochschule Lübeck.

Die Buxtehude-Tage 2014 versprechen durch den 400. Geburtstag Franz Tunders, das Audio-Projekt und die Verflechtung mit dem internationalen Orgelsymposium ein besonderer Höhepunkt im Kulturleben der Stadt Lübeck zu werden.

Die Termine im Einzelnen:

 

Eröffnungskonzert am 8. Mai um 19.30 Uhr in St. Marien

 

Kantaten und Messvertonungen aus der Musiktradition der Marienkirche:

Petrus Hasse  Missa a 7, Mottete “Ach, das ich hören solt”
Franz Tunder  “Wend‘ ab deinen Zorn”, “Helft mir Gott‘s Güte preisen”,  “Hosianna dem Sohne Davids” ,
“Ein feste Burg ist unser Gott”,  Sinfonia a 7

Dieterich Buxtehude “Ihr lieben Christen freut euch nun”

sowie Orgelwerke von Hasse, Tunder und Buxtehude (Audio-Projekt und Führer-Orgel)

Hanna Zumsande, Cornelia Samuelis, Stefan Kahle, Tobias Hunger, Joachim Höchbauer, Pieter van Dijk,
Capella St. Marien, Leitung: Johannes Unger

Live-Übertragung unter: www.st-marien-luebeck.de

 

Mittagskonzert am 9. Mai um 12 Uhr in St. Marien

an der historischen Stellwagen-Orgel in St. Jakobi,
übertragen in die Totentanz-Kapelle von St. Marien (Audio-Projekt)

Orgelwerke von Tunder, Buxtehude und Bach

Franz Danksagmüller, Arvid Gast und Johannes Unger

Eintritt frei!

 

Abendkonzert am 9. Mai (307. Todestag Buxtehudes) um 20 Uhr in St. Marien

mit Orgel- und Kammermusik am Buxtehude-Grab:

Aus Opus 1: Sonata 2 in G  (BuxWV 253), Sonata 3 in a (BuxWV 254)
“Mit Fried und Freud ich fahr dahin” (BuxWV 75)
Für Cembalo solo: Praeludium in g (BuxWV 163) und Aria, Partie divers (BuxWV 249)

sowie Orgelwerke

Michael Fuerst – Cembalo, Laura Fierro – Violine, Ekaterina Kuzminykh – Viola da Gamba,
Johannes Unger – Orgel (Audio-Projekt und Führer-Orgel)

 

Mittagskonzert am 10. Mai um 12 Uhr in St. Aegidien

mit Musikern des NDR-Sinfonieorchesters und des Gewandhausorchesters Leipzig
vom Lettner aus (Konzert mit Moderation)

Orgelwerke von Tunder, Buxtehude und Bach in Bearbeitung für Blechblasensemble

Eintritt frei!

 

Orgelvesper am 10. Mai um 17 Uhr mit Chormusik in St. Jakobi

mit dem Kammerchor der Musikhochschule Lübeck, Leitung: Kerstin  Behnke, Jacob Street (USA), Preisträger des Buxtehude-Wettbewerbs 2012 an den historischen Orgeln

Werke von Tunder, Buxtehude und Brahms (aus den Motetten op. 110)

In Zusammenarbeit mit dem Brahms-Festival

 

Abschlusskonzert “NachtKlänge I” am 10. Mai um 21 Uhr in St. Marien

mit dem Kieler Madrigalchor (Leitung: Friederike Woebcken)

und Thomasorganist Ullrich Böhme, Ludger Lohmann, Bernhard Haas, Martin Schmeding und Martin Sander (Orgel)

Skandinavische Chormusik von Sandström, Nystedt, Olsson u.a. 
Orgelmusik von P. Eben, Manfred Kluge, Buxtehude und Bach

 

Karten für alle Konzerte (außer den freien Mittagskonzerten) unter:

www.st-marien-luebeck.de

 

 

Musikstadt Lübeck

Internationales Symposium zur Zukunft der Orgeln an St. Marien

(9. - 10. Mai 2014)

Schirmherr Bürgermeister Bernd Saxe

 

Programm:

 

Freitag, 9. Mai 2014

ab 8.15 Uhr  Vorführung und Besichtigung der Orgeln in St. Marien für geladene  Gäste


10.00 bis 11.45 Uhr
  Symposium I (Ort: St. Marien, Hochchor)

Die Orgelgeschichte von St. Marien

 Eröffnung durch den Schirmherren Bürgermeister Bernd Saxe

A  Die Orgeln der Marienkirche von 1516 bis ins 19. Jahrhundert (Ibo Ortgies)
B  Neubau der Schulze-Orgel 1851-1854 (Johannes Unger)
C  Die Orgeln nach dem Zweiten Weltkrieg (Dr. Thomas Lipski)


14.30 bis 16.30 Uhr
  Symposium II (Ort: Musikhochschule, Holstentorhalle)

Historische und derzeitige Nutzung der Marienkirche, Aspekte der Denkmalpflege

A  Musizierpraxis an St. Marien am Beispiel der Lübecker Abendmusiken
(Prof. Dr. Volker Scherliess)
B  Die Raumgestaltung nach dem Wiederaufbau (Dr. Heiko Seidel)
C  Die derzeitige liturgisch-musikalische Nutzung des Raumes (Pastoren Robert  Pfeifer, Annegret Wegner-Braun und Johannes Unger)
D  Aspekte der Denkmalpflege (Dr. Irmgard Hunecke)

17.00 bis 18.30 Uhr  Symposium III (Ort: Musikhochschule, Holstentorhalle)

Überlegungen zur zukünftigen Gestaltung

 A  Bisherige Überlegungen des Orgelausschusses zur zukünftigen Orgelkonzeption
(OSV KMD Hans-Martin Petersen)

B  Musikalische Aspekte einer möglichen Orgelkonzeption (geladene Organisten)

 

Sonnabend, 10. Mai

9.30 bis 12.00 Uhr  Symposium IV (Ort: Musikhochschule, Holstentorhalle)

Die Marienkirche aus Sicht heutiger Orgelbauer

A  Rekonstruktion Totentanz-Orgel? (Mads Kjersgaard)
B  Gesamtorgelkonzept/Möglichkeiten und Visionen (geladene Orgelbauer)

15.00 bis 18.00 Uhr  Podiumsdiskussion
(Ort: Musikhochschule, Holstentorhalle)

 Moderation: Musikjournalist Claus Fischer

 

Veranstalter:  Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Marien Lübeck

 


Lübeck, im März 2014     Johannes Unger, Marienorganist

 

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